Jüdische Witze


Bankier Löwenthal  

Bankier Löwenthal ist außer sich vor Wut. „Hören sie, Hannah“, sagt er. „Habe ich heute morgen erfahren, daß sie sich gestern Abend verlobt haben mit meinem Sohn Leon. Wäre es nicht gewesen ehrlich und anständig, wenn sie mich zuerst gefragt hätten?“ - „Nanu“, sagt die frische Braut. „Hören sie zu, guter Löwenthal: Hab ich zwar lange geschwankt, aber dann habe ich mich doch entschieden für den Jüngeren.“


Der strenge Vater Rosenzweig

„Mimi“, fragt Vater Rosenzweig streng. „Woher willst du wissen, daß Ephraim will dich heiraten?“ - „Nu“, sagt Mimi, „wenn ich mit ihm gehe einkaufen, findet er immer die billigsten Kleider nett.“


Gerngroß und Herzmansky vor der Synagoge

Gerngroß und Herzmansky, Geschäftspartner, gehen zusammen abends zur Synagoge. Fünf Schritte vor der Synagoge bleibt Gerngroß plötzlich stehen und sagt: „Au, au, au, au!“ - „Was hast du denn?“ fragt Herzmansky. „Nu, habe ich vergessen den Tresor abzuschließen“, jammert Gerngroß. „Macht nichts“, sagt Herzmansky, „wir sind ja beide hier.“


Glauben gewechselt

Grüns ältester Sohn ist, um eine Katholikin heiraten zu können, zum christlichen Glauben konvertiert. Da einem frommen jüdischen Vater nichts Schlimmeres passieren kann, versinkt Grün in tiefe Depression und sperrt sich in seine Kammer. Dennoch geht die Tür auf und ein alter Mann mit weißem Bart tritt ein. Es ist Gott: «Warum weinst du, Grün?» - «Soll ich denn nicht weinen, mein Sohn hat sich taufen lassen!» – «Aber Grün, meiner doch auch!» - «Ja, und was soll ich jetzt machen?» - «Mach’s wie ich: Mach ein neues Testament!»


Gershon in seinem Garten in Fünfhau

Gershon steht in seinem Garten in Fünfhaus, schmeißt eine Handvoll Münzen in die Luft und ruft: „Herr, mach, dass ich gewinn die Lotterie!“ Nichts geschieht. Das wiederholt er einige Wochen. Nach zwei Monaten tut sich plötzlich der Himmel auf und eine mächtige Stimme erschallt: „Gershon, gib mir a Chance, kauf dir a Los!“


Familientherapeut ruft Mutter an

„Nach ernsthaften Gesprächen ruft der Familientherapeut die Mutter des jungen Mannes an und bestellt sie in die Praxis, Frau Cohn, ich muss ihnen leider mitteilen, Ihr Sohn hat einen Ödipus-Komplex. – „Ah, Ödipus, Schnödipus, Hauptsache er hat lieb die Mama.“


Drei ältere Damen streiten sich

„Drei ältere Damen streiten sichwer den besten Sohn hat. Sagt sie: ‚Ich hab den besten Sohn. Der ist ein fantastischer Zahnarzt, arbeitet wie verrückt, aber jeden Schabbes ist er bei mir.‘ Sagt die zweite: ‚Ist noch gar nichts. Mein Sohn ist Geschäftsmann, wahnsinnig viel zu tun, verdient, was er will, aber einmal die Woche geht er mit mir einkaufen.‘ Sagt die dritte: ‚Ist noch gar nichts. Meiner ist Anwalt auf der Fifth Avenue, verdient, was er will, kann sich den besten Analytiker leisten, zahlt vier mal in der Woche vierhundert Dollar und spricht dort nur über mich.‘“


Frau im Aschram

„Eine Frau betritt nach beschwerlicher Wanderung einen Aschram in den Anden und verlangt, den Meister zu sprechen. Der aber beindet sich in tiefer Meditation und darf nicht gestört werden. Sie wartet tagelang auf der Schwelle zu seinem Zimmer. Schließlich wird sie vorgelassen und sagt als erstes: ‚Jonathan, komm nach Hause.‘“


Mutter im Kinderzimmer    

„Eine Mutter kommt ins Kinderzimmer: «Du musst zur Schule gehen, Bernie.» Bernie zieht sich die Decke über den Kopf. «Ich will nicht zur Schule gehen.» …Du musst aber», sagt die Mutter. Die Mutter zieht die Bettdecke weg. «Bernie, du hast keine Wahl. Du muss zur Schule gehen.» Sagt er: «Sag mir nur einen guten Grund.» Sagt sie: «Du bist 52 Jahr alt und bist der Direktor.»


Drei ältere Damen im Streit

Drei ältere Damen streiten sich, wer den besten Sohn hat. Sagt sie: «Ich hab den besten Sohn. Der ist ein fantastischer Zahnarzt, arbeitet wie verrückt, aber jeden Schabbes ist er bei mir.» Sagt die zweite: «Ist noch gar nichts. Mein Sohn ist Geschäftsmann, wahnsinnig viel zu tun, verdient, was er will, aber einmal die Woche geht er mit mir einkaufen.» Sagt die dritte: «Ist noch gar nichts. Meiner ist Anwalt auf der Fifth Avenue, verdient, was er will, kann sich den besten Analytiker leisten, zahlt vier mal in der Woche vierhundert Dollar und spricht dort nur über mich.»


Redselige Frau

Kohn beklagt sich bei Grün: „Meine Frau, die red’t und red’t und red’t, ich werd noch ganz meschugge.“ „Was red’t sie denn?“ „Nu’, das sagt sie nicht.“


Tafel an Synagoge

An der Eingangstür einer Synagoge in Rom hat jemand ein Tafel angebracht: «Wer dieses Haus unbedeckten Hauptes betritt versündigt sich in gleicher Weise, wie wenn er die Frau seines Freundes nimmt.» - Jemand hat darunter geschrieben: «Beides versucht, kein Vergleich!»


Zwei New Yorker Psychiater

Zwei New Yorker Psychiater fahren täglich im Hochhaus-Lift in der 24. Stock. Und abends wieder miteinander hinunter. Beide sind immer ganz business-like, perfekt gekleidet. Der eine ist jung, der andere alt. - Nach Wochen des gleichen Prozederes fasst der junge Psychiater den Mut und fragt den Älteren: «Wie kommt das, dass Sie jeden Abend immer noch gleich elegant gekleidet sind - ich hingegen verlasse verschwitzt, mit offenem Kragen und gelöster Krawatte meine Praxis. «Wie kommt das?» fragte der Ältere. - «Vom vielen konzentrierten Zuhören, den ganzen Tag!» - «Wer hört zu?»


Zwei streiten sich

In einer kleinen Gemeinde streiten sich der Rabbi und Pfarrer schon sein Jahren. Dem Bürgermeister wird das zu viel - er bittet beide

«Streithähne» zu sich. Nach dem Gespräch geben sich beide Parteien widerwillig die Hand. Zuhause überlegt sich der Pfarrer, wie er dem Rabbi - als Zeichen seines Wohlwollens etwas Gutes tun könnte. Da der Rabbi immer mit einem sehr schmutzigen Auto herum fährt entschliesst sich der Pfarrer, nachts Rabbi's Wagen sauber zu waschen. Am nächsten Morgen entdeckt der Rabbi völlig konsterniert sein sauberes Auto. Und wundert sich. - «Das war der Pfarrer» sagt ein Nachbar «Ich hab's gestern Nacht gesehen». - Der Rabbi hastet in seinen Keller, greift sich die Werkzeugkiste, eilt zum Pfarrer, legt sich unter das Auto des Geistlichen und fängt an, das Auspuffrohr abzusägen. - Der Pfarrer hört den Lärm und sieht den Rabbi unter seinem Wagen werkeln und rennt raus: Um Himmels Willen, Rabbi, was machen sie demn unter meinem Auto?» - «Heute Nacht haben SIE mich gesegnet - heute beschneide ICH Sie.»


Am Bahnhof einer Kleinstadt

Ein alter Jude läuft schwerbepackt über einen Bahnhof in einer Kleinstadt und fragt nach längerem Zögern einen seiner Mitreisenden: «Was halten Sie eigentlich von Juden?» Darauf erwidert der Mann: «Ich bin ein großer Bewunderer des jüdischen Volkes.» Der alte Jude geht weiter und fragt den nächsten die selbe Frage. Dieser erwidert: «Ich bin fasziniert von den Leistungen jüdischer Mitmenschen in der Kultur und der Wissenschaft.» Der Jude bedankt sich für diese Antwort und geht zu einem weiteren Mann. Dieser erwidert auf die Frage: «Ich mag Juden nicht besonders und bin froh, wenn ich nichts mit ihnen zu tun habe.» Darauf der alte Jude: «Sie sind ein ehrlicher Mann, könnten Sie bitte mal auf mein Gepäck aufpassen, Ich muß in die Toilette»


Lohngespräch

Ein Rabbi und ein Pfarrer unterhalten sich. Der Pfarrer klagt: «Die Bezahlung ist so miserabel, dass ich sogar gezwungen bin ab und an die Zeche zu prellen.» Das interessiert den Rabbi, und der Pfarrer erklärt: «Nun, ich gehe um elf Uhr essen, weil dann Schichtwechsel ist, un wenn der zweite Kellner kommt, sage ich, dass ich bereits bei seinem Vorgänger bezahlt habe. Und weil ich im Talar bin, glaubt er es.» «Sehr gut», meint der Rabbi, «da gehen wir mal gemeinsam hin». Gesagt, getan. Sie tafeln opulent, und als der neue Kellner kommt, die Rechnung zu kassieren, meint der Pfarrer: «Wir haben bereits bei ihrem Vorgänger bezahlt.» Der Rabbi fügt hinzu: «Und auf das Wechselgeld warten wir immer noch.»


«Sündenfall»

«Seien Sie ehrlich, Rabbi, haben Sie noch nie in Ihrem Leben Schinken gegessen, nicht mal eine einzige Scheibe, hauchdünn», fragt der Bischof. «Ja, ich gebe es ja zu. Einmal tat ich es, aus Neugier», antwortet der Rabbiner und beugt sich vor zu dem Bischof: «Aber unter uns, Eminenz...wenn wir uns schon unsere Sünden beichten. Wie steht es mit Ihnen? Haben Sie schon einmal mit einer Frau geschlafen?» Der Bischof atmet tief durch. «Ein einziges Mal», gesteht er mit leiser Stimme. «Meine Haushälterin war krank und ihre Vertreterin war so ein junges Ding vom Lande...» «Na und», zwinkert ihm der Rabbiner zu, «hundertmal besser als Schinken, nicht wahr?»


Frage der Moral

«Tate, was ist das: Moral?» - «Schau, mein Junge, stell dir vor ein Kunde kommt ins Geschäft, kauft etwas und vergißt dann das Wechselgeld mitzunehmen. Jetzt kommt die Moral in Spiel: Teilst du mit deinem Kompagnon oder nicht?»


Spendengelder

 In einer amerikanischen Kleinstadt soll die katholische Kirche neu gebaut werden. Ein paar Pfarrgemeindemitglieder machen die Runde um Spendengelder zu sammeln. So kommen sie auch zu Samuel Kohn, dem Geschäftsmann. Der steht nun vor einem Dilemma: Nichts geben kann er nicht, das vertreibt die Kundschaft, aber für die katholische Kirche spenden, das geht auch nicht. Plötzlich kommt ihm eine Idee, er zückt seine Geldbörse und sagt «Da habt ihr hier 500 Dollar für den Abriß der alten Kirche!»


Standpunkt-Frage

Schule, Mathe-Unterricht. Der Lehrer fragt: «Mojshe, wie viel macht 2 mal 2?» Mojshe: «Beim Kaufen oder beim Verkaufen?»


Preisfrage

 Ein Tourist kommt an den See Genezareth. Dort steht ein kleines Boot zur Überfahrt bereit. Er geht hin und fragt den Bootsführer: "Entschuldigen se bitte die Frage, was kostet hinieberzufahren ieber de See Genezareth?" Der Bootsmann schaut ihn an und sagt: "20 Israel-Pfund!" "20 Israel-Pfund? das is aber a bissele viel!" "Mei lieber Freund, das is de See Genezareth. über diese See, ist Christus zu FUSS gegangen!" "Kein Wunder bei DEN Preisen!"


Betrachtungsweise

«Itzig, warum hast Du eine so hässliche Frau genommen?» - «Weisst Du, innerlich ist sie schön.» - «Nu - lass sie wenden.»


«Gewichtung»

 Grün hat seine Frau zum Arzt gebracht. Der Arzt untersucht sie. Nach einer Weile nimmt der Arzt Grün beiseite. - Hören Sie, Grün - flüstert er. Ihre Frau gefällt mir aber ganz und gar nicht. - Pst - zischt Grün. Wenn ich ehrlich sein soll: Mir auch nicht. Aber Sie glauben gar nicht, wieviel Geld sie hat.


Lerngrund

 Der kleine David, ein Jude, ist eine Niete in Mathematik. Seine Eltern versuchen alles: Lehrer, Erzieher, Quizkarten, spezielle Unterrichtszentren. Aber nichts hilft. Als letzten Ausweg rät ihnen jemand, eine katholische Schule zu versuchen. - Die Nonnen dort sind streng! - sagen sie. David wird prompt nach St. Marys zur Schule gegeben. Schon am ersten Tag nach der Schule läuft David durch die Tür und schnurstracks in sein Zimmer. Er beginnt wie wild zu lernen. Sofort nach dem Essen läuft er nach oben, ohne das Fernsehen zu erwähnen und vergräbt sich noch mehr in seine Schulbücher. Seine Eltern sind erstaunt. Dieses Betragen geht wochenlang so weiter. Am Tag der Notenverteilung kommt David nach Hause, legt den Umschlag mit dem Zeugnis still auf den Tisch und geht voller Schrecken auf sein Zimmer. Seine Mutter öffnet den Umschlag. David hat in Mathematik eine Eins erhalten. Sie läuft in sein Zimmer hinauf, schlingt die Arme um ihn und fragt: - «David, Liebling, wie ist das passiert? Waren es die Nonnen?» - «Nein» - antwortet David - «Am ersten Tag, als ich in der Schule den Burschen sah, der an das Pluszeichen genagelt war, wusste ich, die verstehen keinen Spaß!»


Schwaches Verhältnis

Propagandaplakat: "Ein Deutscher lügt nicht!" Meisl liest halblaut: «EIN Deutscher lügt nicht - mieses Prozent für vierzig Millionen!»


 

Videos, Downloads

Der jüdische Witz (Roman Grinberg)

Jüdische Witze




*Immanuel Kant

 

Erstellt: 20200214

Aktualisiert: 20200218